Einsatz von Recyclingbaustoffen

Recyclingbaustoffe und industrielle Nebenprodukte können bei Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen im Erd- und Straßenbau verwendet werden. Die Rahmenbedingungen werden in NRW durch die sogenannten „Verwertererlasse“ definiert. Private und gewerbliche Bauherren benötigen für den Einbau eine "wasserrechtliche Erlaubnis".

Antrag und Anlagen müssen in 3-facher Ausfertigung vorgelegt werden (siehe unter Downloads).

Rechtsgrundlagen allgemein

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • 5 gemeinsame Runderlasse (sogenannte "Verwertererlasse") des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr, jeweils vom 31.07.2009:
    • "Anforderung an den Einsatz von mineralischen Stoffen aus Bautätigkeiten (Recycling-Baustoffen) im Straßen- und Erdbau"
    • "Anforderung an den Einsatz von mineralischen Stoffen aus industriellen Prozessen im Straßen- und Erdbau"
    • "Güteüberwachung von mineralischen Stoffen im Straßen- und Erdbau"
    • "Anforderung an die Güteüberwachung und den Einsatz von Hausmüllverbrennungsaschen im Straßen- und Erdbau"
    • „Anforderungen an die Güteüberwachung und den Einsatz von Metallhüttenschlacken im Straßen und Erdbau“

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

Die Gebühr für eine wasserrechtliche Erlaubnis ist abhängig von der Größe der vom Einbau betroffenen Fläche:

  • bis 10.000 m² = 0,08 €/m²
  • von 10.001 m² bis 100.000 m² = 0,04 €/m²
  • von 100.001 m² bis 1.000.000 m² = 0,01 €/m²

Die Mindestgebühr beträgt 200,00 €. Im Einzelfall sind abweichende Gebühren möglich.


Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis für den Einbau von Recyclingbaustoffen und industriellen Reststoffen
  • Kurze Erläuterungen bzw. Erläuterungsbericht
  • Nachweis über Art und Herkunft des mineralischen Stoffes
  • Gütenachweis einschließlich aktueller Analyseergebnisse (max. drei Monate alt)
  • Übersichtslageplan im Maßstab 1 : 5.000
  • Katasterauszug (Flurkarte), sofern vorhanden
  • Einbauplan mit zeichnerischer Darstellung der Einbauflächen im Lageplan 1 : 500
  • Längs- und Querschnitt der Einbauflächen mit Darstellung der aktuellen Grundwasserabstände
  • Nachweis über die Grundwasserstände

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheit

70 - Umwelt

Friedrich-Ebert-Straße 7
48653 Coesfeld

E-Mail: umwelt@kreis-coesfeld.de

Amt/Fachbereich

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