Bau-Lotse

Welche Aufgaben erledigt der "Lotse" im Bereich der Baugenehmigungsverfahren?

Der Kreis Coesfeld setzt seit dem 1. Januar 1999 im Bereich der Abteilung Bauen und Wohnen einen sogenannten Lotsen für Baugenehmigungsverfahren von gewerblichen Bauvorhaben und für Bauvorhaben von besonderer Bedeutung ein. Hierdurch sollen die Baugenehmigungsverfahren für diese Vorhaben noch schneller und kundenfreundlicher werden, ohne dass es zu Verzögerungen bei den übrigen Bauanträge führt. Dies soll auch dazu beitragen, den Standort Kreis Coesfeld zu stärken und der Wirtschaft zu signalisieren, dass sie in der Verwaltung einen verständigen Ansprechpartner hat. Neben den gewerblichen Bauvorhaben soll sich die Tätigkeit des "Lotsen" auch auf Bauten erstrecken, die von besonderer Bedeutung, etwa für die Gemeinden sind. Beispiele wären Schulen, Kindergärten, Sportbauten oder Altenpflegeheime. Die Tätigkeit des "Lotsen" wird dabei drei Hauptpunkte umfassen:

1. Vorberatung von bauwilligen Unternehmern und beauftragten Architekten

In Abstimmung und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Sachbearbeitern des Bauordnungsamtes erfolgt eine Vorberatung zu den gewerblichen Bauvorhaben und den Bauvorhaben von besonderer Bedeutung. Das Angebot der Vorberatung besteht beim Kreis Coesfeld schon seit Jahren und weist eine Reihe von Erfolgen auf. Gleichwohl soll es ausgebaut werden. Es soll eine möglichst umfassende Information zu den Genehmigungsverfahren erfolgen und die Vollständigkeit der erforderlichen Unterlagen erreicht werden. Zu erwartende Probleme sollen in dieser Vorphase erkannt und Lösungswege mit Hilfe des Lotsen erarbeitet werden. Die Bauherren bekommen dann eine höhere Planungssicherheit und die Chancen und Risiken ihrer Vorhaben lassen sich für sie besser einschätzen. Sie können dann, soweit erforderlich, noch vor der Antragstellung oder in einer frühen Phase des Genehmigungsverfahrens eventuelle Ergänzungen oder Umplanungen einfließen lassen. Nicht daran gedacht ist aber, die planerische Arbeit des Architekten zu ersetzen. Bei der Vorberatung sollen auch Informationen über den zeitlichen Ablauf des Genehmigungsverfahrens und die erforderlichen Beteiligungen anderer Behörden gegeben werden. Durch eine gemeinsame Terminplanung Abstimmung der Verfahrenswege und ggfls. gemeinsame Antragskonferenzen lassen sich die Baugenehmigungsverfahren weiter optimieren.

2. Verfahrensbetreuung bei gewerblichen Bauvorhaben und Bauvorhaben von besonderer Bedeutung

Der "Lotse" im Baugenehmigungsverfahren steht während der Genehmigungsverfahren neben dem zuständigen Sachbearbeiter laufend als Ansprechpartner zur Verfügung. Er verfolgt bis zur Entscheidung über den Bauantrag den Verfahrensfortschritt und wird gegebenenfalls von sich aus tätig, wenn das Verfahren aus irgendeinem Grund stocken sollte. Durch dieses Verfahrenscontrolling können Verzögerungen sofort erkannt werden und die Ursachen, etwa eine "Bringschuld" von Fachbehörden, Architekten oder der Genehmigungsbehörde selbst, aufgezeigt werden. Bei erst im Verlauf des Baugenehmigungsverfahrens auftretenden Schwierigkeiten soll, wie auch in der Vorberatung, kurzfristig durch gemeinsames Erarbeiten von Lösungen das Verfahren wieder angeschoben werden.

3. Beratung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden im Rahmen der Zuständigkeit des Kreises als Untere Bauaufsichtsbehörde

Aufgabe des "Lotsen" im Baugenehmigungsverfahren soll auch die Koordinierung des Zusammenspiels zwischen Gemeinden und Kreis bei den gewerblichen Bauvorhaben und den Bauvorhaben von besonderer Bedeutung sein. Er wird neben den Sachbearbeitern des Bauordnungsamtes als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Er soll bereits im Vorfeld zu konkretisierenden Vorhaben auf Wunsch der Gemeinden die gemeindliche Beratung der Investoren mit unterstützen und die erforderlichen Verbindungen zu anderen Behörden herstellen.

Die Tätigkeit des "Lotsen" im Baugenehmigungsverfahren wird von Herrn Karl Winnemöller wahrgenommen (siehe unter "Ansprechpartner").

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