Informationen zu Masern

Masern

Masern sind eine durch Viren ausgelöste Erkrankung, die sich durch einen typischen Hautausschlag und eine sehr hohe Ansteckungsfähigkeit auszeichnet.

Masern sind keine harmlose Erkrankung. Bei ca. einem von 10 Erkrankten treten Komplikationen auf.

Jeder Mensch, der nicht durch eine durchgemachte Masern-Erkrankung oder durch eine Impfung geschützt ist kann an Masern erkranken.

Komplikationen treten gehäuft bei Säuglingen, Menschen mit geschwächter Abwehrlage und Erwachsenen auf.

Die Impfung gegen Masern schützt vor einer Ansteckung!

Kinder und Erwachsene, bei denen eine Masern-Infektion festgestellt wurde bzw. der Verdacht darauf besteht, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen oder dort tätig sein. Dies gilt auch für Personen, in deren Wohngemeinschaft ein Krankheits- oder Verdachtsfall aufgetreten ist. Betroffene müssen die Gemeinschaftseinrichtung über die Erkrankung informieren.

 

Übertragungsweg und Dauer der Ansteckung:

Masern werden von Mensch zu Mensch übertragen und in 99% der Fälle führt der Kontakt einer ungeschützten Person zu einer an Masern Erkrankten zu einer Ansteckung.

Die Erreger werden über kleine Speicheltröpfchen z.B. beim Husten oder Niesen auch über mehrere Meter hinweg verteilt.

Die ersten Beschwerden treten ca. 8-10 Tage nach der Ansteckung auf. Nach ca. 2 Wochen tritt der typische Hautausschlag auf.

Ansteckend sind Betroffene ca. 3-5 Tage bevor der Hautausschlag zu sehen ist und nach Auftreten des Ausschlages noch weitere 4 Tage.

Eine überstandene Masern-Infektion schützt lebenslang vor einer erneuten Ansteckung.

 

Symptome:

Die Masernerkrankung beginnt mit Fieber, Husten, Schnupfen, Entzündungen des Rachenraumes und der Bindehäute (dieses führt zu der typischen Lichtempfindlichkeit).

Ca. 2 Wochen nach Beginn der Ansteckung tritt der typische Hautausschlag auf, der meist hinter den Ohren beginnt und sich dann vom Gesicht aus über den ganzen Körper ausbreitet und sich nach 3-4 Tagen wieder zurückbildet.

Im Rahmen einer Masernerkrankung kann es durch die Schwächung des Immunsystems zu Infektionen mit anderen Erregern und so zu z.B. Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen oder Gehirnentzündungen mit Spätfolgen kommen.

Eine weitere Folge der Masern kann die sogenannte subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) sein. Dieses bezeichnet eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und des Nervensystems mit tödlichem Ausgang. Besonders gefährdet sind hier Kinder, die im ersten Lebensjahr an Masern erkranken.

 

Was muss ich bei einer Erkrankung beachten?

  • Erkrankte sollten in der akuten Erkrankungsphase Bettruhe einhalten und isoliert werden.
  • Informieren Sie die Arztpraxis telefonisch über den Verdacht einer Masern-Infektion, damit das Praxisteam entsprechende Schutzmaßnahmen vor dem Besuch ergreifen kann.
  • Eine zielgerichtete Behandlung gegen Masern gibt es nicht, es werden nur die Beschwerden wie beispielsweise das Fieber gemildert.
  • Bei Masern gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Kinder und Erwachsene, bei denen eine Masern-Infektion festgestellt wurde bzw. der Verdacht darauf besteht, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen oder dort tätig sein. Dies gilt auch für Personen, in deren Wohngemeinschaft ein Krankheits- oder Verdachtsfall aufgetreten ist. Betroffene müssen die Gemeinschaftseinrichtung über die Erkrankung informieren.
  • Eine Wiederzulassung ist nach dem Abklingen der Beschwerden und frühestens am 5. Tag nach dem Auftreten des Hautausschlages möglich. Hierüber entscheidet ihr Arzt oder wir als Gesundheitsamt.

Wie kann ich mich schützen?

Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Masern. Sie soll vorzugsweise mit einem sogenannten MMR-Kombinationsimpfstoff erfolgen, der neben Masern auch vor Mumps und Röteln schützt.

  • Für Kinder Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite Impfung frühestens 4 Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres erfolgen.

Die erste MMR-Impfung kann bereits ab einem Alter von 9 Monaten erfolgen, wenn das Kind vor dem vollendeten 11. Lebensmonat in eine Gemeinschaftseinrichtung aufgenommen wird.

  • Bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen sollte die Impfung so schnell wie möglich mit zwei Impfdosen nachgeholt werden.
  • Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind wird eine Impfung empfohlen, wenn sie gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft sind. Das gilt auch bei einem unklaren Impfstatus. Sie erhalten eine einmalige Impfung.

Wer Kontakt mit einem Masern-Erkrankten hatte und nicht geschützt ist, sollte möglichst innerhalb von 3 Tagen eine MMR-Impfung als sogenannte Riegelungs-Impfung erhalten. Auch Säuglinge ab einem Alter von 9 Monaten können geimpft werden, wenn Ansteckungsgefahr besteht.

Kontaktpersonen von Masern-Erkrankten, die nicht vollständig geimpft sind oder die Erkrankung nicht durchgemacht haben, dürfen nach dem Infektionsschutzgesetz Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen.

Das Gesundheitsamt kann ungeschützte Personen vorübergehend aus der Gemeinschaftseinrichtung ausschließen.

Die Gemeinschaftseinrichtung darf nur dann besucht werden, wenn:

  • im Impfausweis ein vollständiger Impfschutz dokumentiert ist
  • oder die Riegelungs-Impfung innerhalb von 3 Tagen erfolgt ist (gilt nicht für Kontaktpersonen, die mit Masern-Erkrankten in einer Wohngemeinschaft leben)
  • oder ein Schutz gegen Masern durch eine Laboruntersuchung bestätigt wurde

Weiter Informationen finden Sie unter

www.rki.de/masern

www.impfen-info.de

www.infektionsschutz.de

Oder kontaktieren Sie uns persönlich.

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