Belehrung nach § 43 Abs.1 Nr.1 Infektionsschutzgesetz

Was müssen Sie tun?

Um eine Bescheinigung nach § 43 Infektionsschutzgesetz zu erhalten, müssen Sie an einer Belehrung (Vortrag) im Gesundheitsamt teilnehmen.

Hier wird Ihnen der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln nahegebracht. Sie erfahren, warum Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind, bei welcher Erkrankung ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen wird, welche Konsequenzen es hat, wenn Sie das Tätigkeitsverbot nicht einhalten, bei welchen Krankheitssymptomen Sie Ihren Hausarzt aufsuchen sollen u.v.m. Ohne diese Bescheinigung darf eine Tätigkeit nicht aufgenommen werden.

Die Bescheinigung darf am ersten Arbeitstag nicht älter als 3 Monate sein.

Belehrungen nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz werden im Gesundheitsamt Coesfeld wöchentlich und zwar dienstags nachmittags um 15:00 Uhr und donnerstags vormittags um 10:00 Uhr angeboten.

Die Anmeldung hierzu ist am Tag der Belehrung

  • Dienstags in der Zeit von 14:00 - 14:45 Uhr und
  • Donnerstags in der Zeit von 09:00 - 09:45 Uhr

im Gesundheitsamt, Schützenwall 16, 48653 Coesfeld, Erdgeschoss, Zimmer 15.

Belehrungstermine in der Nebenstelle des Gesundheitsamtes in Lüdinghausen werden wöchentlich und zwar jeden Mittwoch um 15:00 Uhr angeboten.

Die Anmeldung hierfür ist am Tag der Belehrung in der Zeit von 14:00 - 14:45 Uhr in der Nebenstelle des Gesundheitsamtes des Kreises Coesfeld, Graf-Wedel-Str. 2, 59348 Lüdinghausen. 

Sie können einfach zu den angebotenen Zeiten kommen, ohne sich vorher einen Termin zu holen. Sie sollten allerdings zu den angegebenen Anmeldezeiten da sein, damit Sie genügend Zeit haben, sich anzumelden und Ihre Personalien anzugeben.

Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Personalausweis und 20 EUR (die Gebühr für die Belehrung und die Ausstellung der Bescheinigung darüber) mit.

Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bitten wir, eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten zur Belehrung mitzubringen. Einen entsprechenden Vordruck finden Sie unter "Downloads".

Hinweis: Firmen müssen ihre Mitarbeiter/innen grundsätzlich einen Werktag
vorher schriftlich beim Gesundheitsamt per E-Mail anmelden.
Coesfeld:                Eva-Maria.Naber@Kreis-Coesfeld.de
Lüdinghausen:      Sigrid.Koehne@Kreis-Coesfeld.de

Die bis zum Ende des Jahres 2000 ausgestellten Gesundheitszeugnisse nach dem (alten) Bundes-Seuchengesetz bleiben weiterhin gültig, sofern alle 2 Jahre eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (01.01.2001) durch den Arbeitgeber stattgefunden hat und der Inhalt der innerbetrieblichen Schulung protokolliert wurde.

Durch das richtige Verhalten beim Umgang mit Lebensmitteln kann das Auftreten übertragbarer Krankheiten (z. B. Salmonellosen) vermieden werden.

Nach den gesetzlichen Vorschriften muss jede Person, die erstmalig gewerbsmäßig bestimmte unverpackte Lebensmittel herstellt, behandelt oder in den Verkehr bringt, vor Arbeitsaufnahme eine Bescheinigung nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz erwerben.

Dazu gehören Tätigkeiten im Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln und Lebensmitteln, die nicht ausreichend erhitzt werden können wie z.B.

  • Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus
  • Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
  • Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus
  • Eiprodukte
  • Säuglings- und Kleinkindernahrung
  • Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
  • Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage
  • Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshilfen
  • Sprossen und Keimling zum Rohverzehr sowie Samen zur Herstellung von Sprossen und Keimlingen zum Rohverzehr

Auch Beschäftigte, die direkt (mit der Hand) oder indirekt (z.B. über Arbeitsgeräte) mit unverpackten Lebensmitteln in Berührung kommen, benötigen eine Bescheinigung über die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Dazu gehören z.B. Spül- und Reinigungskräfte, die mit Gegenständen in Berührung kommen, die für die Herstellung, Verarbeitung und Abgabe von Lebensmitteln verwendet werden sowie alle anderen Tätigkeiten in Küchen von Gaststätten, Restaurants, Kantinen, Cafés oder sonstigen Einrichtungen, die der Gemeinschaftsverpflegung dienen.

Rechtsgrundlagen allgemein

  • § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

  • Gebühren 20,00€

Unterlagen

  • Ausweis / Reisepass
  • Dolmetscher in Ihrer Sprache (max. 4 Teilnehmer pro Dolmetscher)
  • bei Minderjährigen – eine schriftliche Einwilligung der 
    Erziehungsberechtigten oder Begleitung durch einen 
    Erziehungsberechtigten
  • Eltern Belehrung s. Download

Downloads (Formulare / Informationen)

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheit

53 - Gesundheitsamt

Schützenwall 16
48653 Coesfeld

E-Mail: gesundheit@kreis-coesfeld.de