Pflegekinderdienst

Nicht immer sind Eltern in der Lage, ihren Kindern die notwendige Zuwendung zu geben und die Versorgung und Erziehung sicherzustellen.
In diesen Fällen leben Kinder zeitweise oder auf Dauer in Pflegefamilien oder auch Kinderheimen.

Hierfür gibt es verschiedene Gründe:

  • Elternteile sind erkrankt und können ihre Kinder für längere Zeit nicht selbst versorgen.
  • Familien befinden sich in Not- oder Krisensituationen und können sich selbst nicht helfen. Eltern können die Probleme des Alltags nicht bewältigen.
  • Eltern sind dauernd oder auf unbestimmte Zeit aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, die Erziehung ihres Kindes sicherzustellen.

Für diese Kinder sucht der Pflegekinderdienst aufgeschlossene Ehepaare und Eltern, die bereit sind, Kinder für begrenzte Zeit oder auf Dauer in ihre Familie aufzunehmen.

Was Pflegekinder erwarten.

Häufig kommen die Kinder aus schwierigen Lebensumständen. Auf Grund ihrer bisherigen Erfahrungen sind sie meist nicht "pflegeleicht" und müssen oft wichtige soziale und emotionale Entwicklungen nachholen. Was sie wie alle Kinder brauchen, ist jemand, der verlässlich für sie da ist. Was sie noch mehr als andere Kinder brauchen, sind Zuwendung, Verständnis, Geborgenheit und Konsequenz.

Außerdem erwarten sie:

  • die Aufnahme in eine Familie, die von allen Mitgliedern gewollt ist.
  • Pflegeeltern, die sich von ihnen an die Hand nehmen lassen.
  • dass ihre bisherige Entwicklung toleriert wird.
  • dass die Beziehung zu ihren leiblichen Eltern anerkannt wird.
  • einfühlsame und belastbare Pflegeeltern.

Aber natürlich sind Pflegekinder auch wie alle anderen Kinder:
Sie bereiten Freude, Sorgen, Anstrengungen und Spaß - sie geben und nehmen.

Wer kann Pflegekinder aufnehmen?

Ein Pflegekind kann prinzipiell jeder aufnehmen, der geeignet ist, ein Kind oder einen Jugendlichen zu versorgen, zu betreuen und zu erziehen. Das können Familien, Paare und Singles sein.

Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Ist unsere Familie stabil genug, zeitweise mit einem fremden Kind zu leben oder es dauerhaft zu integrieren?
  • Wie sieht es mit unserem Einfühlungsvermögen, unserer Toleranz, unserer Konsequenz, unserem Durchhaltevermögen und unserer Flexibilität aus?
  • Sind alle Familienmitglieder bereit, ein fremdes Kind aufzunehmen?
  • Ist unsere Paarbeziehung intakt?
  • Bin ich bereit zur Zusammenarbeit mit den Eltern des Kindes und dem Pflegekinderdienst der Jugendhilfe?

Sie sollten ehrlich von sich sagen können:

Wir haben Freude daran, mit Kindern zu leben und suchen eine persönliche und pädagogische Herausforderung.

Pflegeeltern erhalten bei uns:

  • Informationen über alles, was mit der Aufnahme eines Pflegekindes zusammenhängt.
  • eine Schulung zur Vorbereitung auf diese verantwortungsvolle Aufgabe.
  • Beratung und Unterstützung bei allen Fragen und auftretenden Schwierigkeiten.
  • das Angebot an Elternkreisen bzw. Seminaren teilzunehmen.
  • Pflegegeld, sowie Beihilfen zu besonderen Anlässen.


Zu den Aufgaben des Pflegekinderdienstes zählen:

  • Werbung von Pflegeeltern,
  • Überprüfung der Eignung von Inobhutnahme-, Bereitschaftspflege,-Kurzzeitpflege- und Dauerpflegefamilien (auch Alleinstehende und gleichgeschlechtliche Paare),
  • Vorbereitung und Schulung der Bewerber im Rahmen von Einzelgesprächen sowie in Form von mehrtägigen Bewerberseminaren.
  • Vorbereitung und Durchführung der Pflegevermittlung: Ermittlung der Lebensumstände des Kindes, Informationsaustausch mit anderen beteiligten Institutionen (Heime, Kindergärten, Schule, Gerichte, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Beratungsstellen) und Fachdiensten, Perspektivklärung, Auswahl der Pflegeeltern, Kontaktanbahnung,
  • Beratung und Begleitung von Pflegeeltern,
  • Hilfeplanung,
  • Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren,
  • Vermittlung und Begleitung von Besuchskontakten zwischen dem Kind und seiner Herkunftsfamilie,
  • Beratung und Begleitung der leiblichen Eltern,
  • Bildung von Elternkreisen, Vorbereitung und Durchführung von Vortragsabenden und Fortbildungen.

Als zentrale Adoptionsvermittlungsstelle ist das Kreisjugendamt im gesamten Kreisgebiet für folgende Aufgaben zuständig:

  • Akquise, Eignungsfeststellung und Vorbereitung von Adoptiveltern (auch Alleinstehende und gleichgeschlechtliche Paare).
  • Beratung und Begleitung von Fremd-, Stiefkind und Erwachsenenadoptionen.
  • Entscheidung über die Eignung der Adoptivstelle und fachliche Äußerung gegenüber den Gerichten.
  • Unterstützung bei der Suche von und nach Adoptierten.
  • Erstellung von Sozialberichten bei Auslandsadoptionen.

Rechtsgrundlagen


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Der Kreis Coesfeld nimmt den Schutz Ihrer Daten sehr ernst. Personenbezogene Daten werden nur dann erhoben, wenn eine Rechtsgrundlage besteht oder Sie Ihre ausdrückliche Einwilligung erklärt haben. Die näheren Informationen nach Art. 13 und 14 Datenschutz-Grundverordnung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

 

 

 


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Die notwendigen Unterlagen werden im Laufe des Bewerbungsverfahrens eingereicht.

 

 

 

 

 


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Zuständige Organisationseinheit

51 - Jugendamt

Schützenwall 10
48653 Coesfeld

E-Mail: jugend-und-familie@kreis-coesfeld.de