Gewaltfreie Erziehung von jungen Menschen

Schon seit dem 1. Januar 2001 ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) das Recht von Kindern auf eine gewaltfreie Erziehung festgeschrieben. Dort heißt es :

"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und
andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."
(§ 1631 Abs. 2 BGB)


Mit diesem Kinderrecht ist ein deutliches Leitbild für die Erziehung formuliert worden. Gewalt als Mittel der Erziehung ist nicht zu rechtfertigen, sondern verletzt immer die Würde eines jungen Menschen. Damit schaffte dieses Gesetz Klarheit darüber, was in der Kindererziehung erlaubt ist und was nicht geduldet wird.

Leider sieht der Alltag manchmal anders aus. Körperliche Strafen finden als weit verbreitetes Erziehungsmittel nach wie vor Anwendung. Mit dem Slogan "Eine Ohrfeige hat noch nie geschadet!" oder „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ rechtfertigen immer wieder Eltern ihr Erziehungsverhalten.

Über die Hälfte aller Eltern wissen sich oft keinen Rat mehr und reagieren in angespannten Alltagssituationen gegenüber ihren Kindern insbesondere mit körperlicher Bestrafung. Die Gründe für dieses elterliche Verhalten sind vielseitig. Oft sind berufliche Belastung, Überforderung in der Erziehung, Ehekonflikte, soziale Problemlagen usw. mögliche Auslöser.

Mit dem "Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung" ist ein neues Leitbild von Erziehung in der Gesellschaft festgeschrieben worden, das auf

Förderung, Fürsorge und Respekt

ausgerichtet ist.

Es geht nicht darum, Eltern zu kriminalisieren, sondern es soll endlich ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft eingeleitet und etabliert werden.

Das Jugendamt des Kreises Coesfeld möchte mit der diesjährigen Jugendschutzaktion „Gewaltfreie Erziehung von jungen Menschen“ auf dieses Leitbild erneut aufmerksam machen sowie Kinder, Jugendlichen und Erwachsene informieren und Hilfen für Interessierte zur Verfügung stellen. s. Download.

Weitere Internetadressen zum Thema „Gewaltfreie Erziehung“

Für Kinder und Jugendliche:
Für Eltern und sonstige Interessierte:
 

Ihr Weg zur Antragstellung


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48653 Coesfeld

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