Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern

Beschränkungen im Handelsverkehr auf Grund des Auftretens der Blauzungenkrankheit, Serotyp 6, wurden aufgehoben

Vorbeugende Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit, Serotyp 8,  angeordnet (Stand 06.03.2009)

Durch eine Bundesverordnung vom 05.03.2009 wurde die nach den Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit mit dem Serotyp 6 angeordneten Schutzzonen und die damit verbundenen Handelsbeschränkungen aufgehoben. Innerhalb Deutschlands können ab sofort wieder Rinder, Schafe und Ziegen unter Beachtung der übrigen tierseuchen- und tierschutzrechtlichen Bestimmungen verbracht werden.

Bei einem Transport von Rindern, Schafen und Ziegen in das Ausland sind die Regelungen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit, Serotyp 8, weiterhin gültig und zu beachten.

Zur Bekämpfung dieses Serotyps müssen Halter von Rindern, Schafen und Ziegen im Kreisgebiet ihre Tiere auch in diesem Jahr durch einen Tierarzt gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen. Das betrifft alle Tiere ab einem Alter von drei Monaten.

Die Impfung soll bis zum 15. April 2009 – also vor dem Austrieb auf die Weiden – abgeschlossen sein. Schafe müssen einmal geimpft werden, Ziegen und Rinder benötigen zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, die so genannte  Grundimmunisierung. Für Rinder, die bereits im Jahre 2008 geimpft worden sind, reicht eine Auffrischungsimpfung aus.

Durch eine Allgemeinverfügung vom 10.02.2009, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 4 des Kreises Coesfeld vom 11.02.2009, werden alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter aufgefordert, ihren Hoftierarzt möglichst umgehend mit der Impfung ihres Bestandes zu beauftragen. Die Kosten für den Impfstoff und die Impfgebühren übernimmt die Tierseuchenkasse. Lediglich In Kleinbeständen mit weniger als 20 Rindern oder 30 Schafen bzw. Ziegen fallen zusätzliche Kosten an, die mit dem Impftierarzt abgerechnet werden müssten. Gleiches gilt, wenn die Vorbereitung durch den Halter fehlt und die Impfung deshalb länger dauert.

Von der Verpflichtung zur Impfung sind alle Rinder ausgenommen, die zu Mastzwecken ausschließlich im Stall gehalten werden. Die Impfpflicht gilt auch nicht für die Tiere, für die bereits im letzten Jahr auf Antrag des Tierhalters und auf Grund eines positiven Untersuchungsbefundes eine Ausnahmegenehmigung erteilt wurde.

Für Rinder, die bisher noch nicht gegen die Blauzungenkrankheit geimpft wurden und eine natürliche Infektion mit dem Blauzungenvirus Serotyp 8 überstanden haben, können im Einzelfall Ausnahmen von der Impflicht zugelassen werden, wenn der Tierhalter durch serologische Untersuchung des Einzeltieres nachweisen kann, dass Antikörper gegen das Virus vorliegen (§ 4 Absatz 2 der EG-Blauzungenbekämpfungs-Durchführungsverordnung - sog. „Freitesten“). In diesem Fall ist ein schriftlicher, im übrigen aber formloser Antrag mit dem Untersuchungsbefund dem Kreis Coesfeld, 39-Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung, Daruper Str. 5, 48653 Coesfeld zur Genehmigung vorzulegen. Als Nachweise werden serologische Untersuchungsbefunde der zuständigen Untersuchungsämter ab Januar 2008 anerkannt. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ist gebührenpflichtig; die Gebühr beträgt im Regelfall bei einem maschinenlesbaren Untersuchungsbefund 30 €, sonst 50 €.

Ortsrecht

Allgemeinverfügung vom 10.02.2009, veröffentlicht im
Amtsblatt des Kreises Coesfeld vom 11.02.2009

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Zuständige Organisationseinheit

39 - Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung

Daruper Straße 5
48653 Coesfeld

E-Mail: veterinaerdienst@kreis-coesfeld.de