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Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende, durch Viren verursachte anzeigepflichtige Tierseuche bei Wildschweinen und bei Hausschweinen.

Infektionswege der Afrikanischen Schweinepest:

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt zwischen infizierten Tieren z.B. über Sekrete, Blut und Sperma, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen aus bzw. mit Fleisch von infizierten Wild- oder Hausschweinen sowie indirekt über Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung etc.

Der Kontakt mit Blut infizierter Schweine ist der schnellste Übertragungsweg.

Symptome der Afrikanischen Schweinepest:

Infizierte Schweine erkranken mit hohem Fieber, Fress- und Bewegungsunlust, Hautverfärbungen und weiteren unspezifischen Symptomen. In der Regel sterben infizierte Schweine innerhalb einer Woche. Es gibt auch weniger stark krankmachende Virenstämme, die nur sehr geringe Symptome auslösen. Es wurden aber auch chronische Infektionen beschrieben, bei denen infizierte Schweine lange krank waren ohne zu verenden.

Nachweis der Afrikanischen Schweinepest:

Der Erreger lässt sich bei einer akuten Infektion sowohl im Blut (Serum- und EDTA-Blutproben) als auch aus Organen wie Tonsillen, Lymphknoten, Lunge oder Milz nachweisen.

Wichtig ist, dass die ASP  keine Zoonose ist, also nicht zwischen Tier und Mensch übertragbar ist und für den Menschen und andere Haustiere somit ungefährlich ist.

Geographische Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest:

Ursprünglich war diese Tierseuche auf Afrika beschränkt. Sie hat sich aber mittlerweile immer weiter ausgebreitet und kommt seit 2014 in Polen, Litauen, Lettland, Estland, Rumänien, Bulgarien, Moldawien, Serbien, der Slowakei, der Ukraine, Ungarn in der Tschechischen Republik sowie in Belgien zum Teil nur bei Wildschweinen, zum Teil aber auch in Hausschweinebeständen vor.

Seit 2020 ist die ASP auch in Deutschland angekommen und hält sich an der deutsch-polnischen Grenze in den Wildschweinebeständen.

Vereinzelt werden Ausbrüche bei Haus- und Wildschweinen abseits dieses Gebietes festgestellt, die auf menschliches Handeln zurückzuführen sind insbesondere die bewusste oder unbewusste Verfütterung von fleischhaltigen Lebensmitteln, z.B. das weggeworfene Wurstbrot. Denn auf „natürlichem“ ungehindertem Wege verbreitet sich die ASP durch Migration der Wildschweine „nur“ ca. 35 bis 50 km pro Jahr.

Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest:

Der Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in die hiesigen Wild- oder Hausschweinebestände hat katastrophale Auswirkungen für die Schweinehalter und die Landwirtschaft in Deutschland zur Folge. Die Schweinepest-Verordnung schreibt bei einem Ausbruch dieser Seuche vor, dass sofort großflächige Restriktionsgebiete gebildet werden müssen. In diesen ist jedweder Transport von Schweinen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben als auch zu Schlachtstätten untersagt. Schweine dürfen in bzw. aus diesen Gebieten erst nach umfangreichen und teuren Untersuchungen verbracht werden. Zugleich verbieten viele Länder, die bisher Schweinefleisch aus Deutschland importiert haben, die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch umgehend. Ein spürbarer Preisverfall ist die Folge für die deutschen Schweinehalter und Schlachtbetriebe.

Monitoring-Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest:

Um einen Eintrag dieser Seuche in die deutsche Wildschweinepopulation möglichst früh vor der Ausbreitung der Seuche in die Hausschweinebestände zu erkennen, wurde ein bundesweites Überwachungsprogramm (Monitoring) eingeführt. Dieses Programm schreibt vor, dass von jedem verendet aufgefundenen Wildschwein und von jedem erlegten Wildschwein, das pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigt bestimmte Proben entnommen und auf den Erreger der Afrikanischen Schweinepest untersucht werden müssen. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie im Merkblatt „Afrikanische Schweinepest-Schwarzwild Monitoring“.

Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Friedrich-Löffler-Institut: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ASP.html

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

https://www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft/tierhaltung-und-tierschutz/tiergesundheit/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Deutscher Jagdverband e.V.: https://www.jagdverband.de/afrikanische-schweinepest

https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-01/DJV_Wissenswertes_zur_Afrikanischen_Schweinepest_Web_2.pdf

Rechtsgrundlagen

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Zuständige Organisationseinheit

Amt/Fachbereich

39.2 - Veterinärdienst

Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende, durch Viren verursachte anzeigepflichtige Tierseuche bei Wildschweinen und bei Hausschweinen.

Infektionswege der Afrikanischen Schweinepest:

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt zwischen infizierten Tieren z.B. über Sekrete, Blut und Sperma, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen aus bzw. mit Fleisch von infizierten Wild- oder Hausschweinen sowie indirekt über Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung etc.

Der Kontakt mit Blut infizierter Schweine ist der schnellste Übertragungsweg.

Symptome der Afrikanischen Schweinepest:

Infizierte Schweine erkranken mit hohem Fieber, Fress- und Bewegungsunlust, Hautverfärbungen und weiteren unspezifischen Symptomen. In der Regel sterben infizierte Schweine innerhalb einer Woche. Es gibt auch weniger stark krankmachende Virenstämme, die nur sehr geringe Symptome auslösen. Es wurden aber auch chronische Infektionen beschrieben, bei denen infizierte Schweine lange krank waren ohne zu verenden.

Nachweis der Afrikanischen Schweinepest:

Der Erreger lässt sich bei einer akuten Infektion sowohl im Blut (Serum- und EDTA-Blutproben) als auch aus Organen wie Tonsillen, Lymphknoten, Lunge oder Milz nachweisen.

Wichtig ist, dass die ASP  keine Zoonose ist, also nicht zwischen Tier und Mensch übertragbar ist und für den Menschen und andere Haustiere somit ungefährlich ist.

Geographische Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest:

Ursprünglich war diese Tierseuche auf Afrika beschränkt. Sie hat sich aber mittlerweile immer weiter ausgebreitet und kommt seit 2014 in Polen, Litauen, Lettland, Estland, Rumänien, Bulgarien, Moldawien, Serbien, der Slowakei, der Ukraine, Ungarn in der Tschechischen Republik sowie in Belgien zum Teil nur bei Wildschweinen, zum Teil aber auch in Hausschweinebeständen vor.

Seit 2020 ist die ASP auch in Deutschland angekommen und hält sich an der deutsch-polnischen Grenze in den Wildschweinebeständen.

Vereinzelt werden Ausbrüche bei Haus- und Wildschweinen abseits dieses Gebietes festgestellt, die auf menschliches Handeln zurückzuführen sind insbesondere die bewusste oder unbewusste Verfütterung von fleischhaltigen Lebensmitteln, z.B. das weggeworfene Wurstbrot. Denn auf „natürlichem“ ungehindertem Wege verbreitet sich die ASP durch Migration der Wildschweine „nur“ ca. 35 bis 50 km pro Jahr.

Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest:

Der Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in die hiesigen Wild- oder Hausschweinebestände hat katastrophale Auswirkungen für die Schweinehalter und die Landwirtschaft in Deutschland zur Folge. Die Schweinepest-Verordnung schreibt bei einem Ausbruch dieser Seuche vor, dass sofort großflächige Restriktionsgebiete gebildet werden müssen. In diesen ist jedweder Transport von Schweinen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben als auch zu Schlachtstätten untersagt. Schweine dürfen in bzw. aus diesen Gebieten erst nach umfangreichen und teuren Untersuchungen verbracht werden. Zugleich verbieten viele Länder, die bisher Schweinefleisch aus Deutschland importiert haben, die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch umgehend. Ein spürbarer Preisverfall ist die Folge für die deutschen Schweinehalter und Schlachtbetriebe.

Monitoring-Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest:

Um einen Eintrag dieser Seuche in die deutsche Wildschweinepopulation möglichst früh vor der Ausbreitung der Seuche in die Hausschweinebestände zu erkennen, wurde ein bundesweites Überwachungsprogramm (Monitoring) eingeführt. Dieses Programm schreibt vor, dass von jedem verendet aufgefundenen Wildschwein und von jedem erlegten Wildschwein, das pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigt bestimmte Proben entnommen und auf den Erreger der Afrikanischen Schweinepest untersucht werden müssen. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie im Merkblatt „Afrikanische Schweinepest-Schwarzwild Monitoring“.

Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Friedrich-Löffler-Institut: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ASP.html

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

https://www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft/tierhaltung-und-tierschutz/tiergesundheit/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Deutscher Jagdverband e.V.: https://www.jagdverband.de/afrikanische-schweinepest

https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-01/DJV_Wissenswertes_zur_Afrikanischen_Schweinepest_Web_2.pdf

Tierseuchen, Wildschwein, ASP, Schwarzwild, Monitoring https://serviceportal.kreis-coesfeld.de:443/dienstleistungen-alle/-/egov-bis-detail/dienstleistung/659/show
39 - Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung
Daruper Straße 5 48653 Coesfeld
Telefon 02541 18-3912
Fax 02541 18-3999

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Dr. med. vet.

Corinna

Steinmann-Chavez

Kreisveterinär/-in

15 (Coesfeld, Daruper Str. 5)

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corinna.steinmann-chavez@kreis-coesfeld.de