Elektronischer Reiseausweis

Elektronischer Reiseausweis für Ausländer

Mit der Einführung des elektronischen Reiseausweises (eReiseausweis) soll die Identitätsfeststellung des jeweiligen Inhabers deutlich verbessert und beschleunigt werden. Darüber hinaus verhindert die Speicherung bestimmter Daten auf dem Chip im eReiseausweis eine Nutzung durch Unberechtigte sowie Fälschungen.

Im Chip des eReiseausweises sind personen- und dokumentenbezogene Daten sowie biometrische Daten gespeichert:

  • zur Person u.a.
    • Vor- und Nachname
    • Geburtsdatum
    • Geschlecht
    • Staatsangehörigkeit
  • zum Dokument u.a.
    • Seriennummer
    • ausstellender Staat
    • Dokumententyp
    • Gültigkeitsdatum
  • biometrische Daten
    • Lichtbild
    • 2 Fingerabdrücke
Der eReiseausweis wird je nach Einzelfall ausgefertigt als Reiseausweis für Ausländer, für Flüchtlinge oder für Staatenlose, sofern die Beschaffung eines Heimatpasses nicht zumutbar oder nicht möglich ist.

Alle bereits ausgegebenen Reiseausweise nach altem Muster behalten ihre vorgesehene Gültigkeit. Vor Auslandsreisen sollten Sie sich jedoch über die aktuell gültigen Grenzübertritts- und Aufenthaltsbestimmungen der jeweiligen Zielstaaten informieren.

Die Gültigkeit des eReiseausweises beträgt in der Regel zwei Jahre. Der eReiseausweis kann nur  persönlich in Räumen der Ausländerbehörde beantragt werden, da eine Unterschrift auf einem speziellen Formular zu leisten ist.

Speicherung der Fingerabdrücke

Den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend werden die Fingerabdrücke sowohl beim Ausweisproduzenten (Bundesdruckerei GmbH) als auch in der Ausländerbehörde spätestens mit Ausgabe des eReiseausweises unwiderruflich gelöscht.

Eine bundesweite biometrische Datenbank ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Verfahren zur Abnahme der Fingerabdrücke

Für den eReiseausweis werden 2 Fingerabdrücke benötigt. Die Abdrücke werden in der Ausländerbehörde mit Hilfe von Scannern aufgenommen. Durch das Auflegen des Fingers auf die Glasscheibe des Scanners wird der Fingerabdruck elektronisch erfasst – ganz ohne Stempelfarbe oder andere Hilfsmittel.

Welche Stellen sind befugt, die Fingerabdrücke auszulesen

Die im Chip des eReiseausweises gespeicherten Daten dürfen von den durch das Aufenthaltsgesetz befugten Behörden zum Zwecke der Überprüfung der Echtheit des Dokumentes oder der Feststellung und Sicherung der Identität des Inhabers ausgelesen und verwendet werden:

Befugte Behörden sind u.a.:

  • Polizeivollzugsbehörden
  • Zollverwaltung
  • Pass- und Meldebehörden
  • Ausländerbehörden
Die aufenthaltsrechtlichen Vorschriften verbieten das Auslesen der im Chip gespeicherten Daten im nichtöffentlichen Bereich. Dies ist durch technische Sicherheitsmechanismen gewährleistet.

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

Grundsätzlich orientieren sich die Kosten für den eReiseausweis an den Gebühren für die Ausstellung eines elektronischen Reisepasses für Deutsche.
Danach beträgt die Gebühr für die Ausstellung eines elektronischen Reiseausweises für Ausländer, Flüchtlinge oder Staatenlose
  • für Personen nach Vollendung des 24. Lebensjahres 59,00 €
  • für Kinder und Personen unter 24 Jahren 37,50 €.
(Stand: November 2009)

Unterlagen

  • 1 Passbild (biometrietauglich)

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